Webnography
Apple reichte bereits am 26. Juni 2008 ein aufschlussreiches Patent ein. Damit könnte man künftig alle iDevices in einem bestimmten Umkreis stören oder sogar zeitgleich abschalten. Die Polizei könnte damit beispielsweise auf Knopfdruck die Aufnahme- oder Kommunikationsfähigkeit der Geräte deaktivieren oder dafür sorgen, dass diese herunterfahren. Apple schreibt selbst im Patentantrag, manche verdeckte Operationen der Geheimdienste oder Polizeien würden “Zustände erfordern, bei denen alle (zivilen) Geräte außer Gefecht gesetzt werden sollten”. Spätestens dann, wenn dieses Verfahren flächendeckend von allen Herstellern verwendet werden sollte, wären wir nicht mehr Herr unserer eigenen Geräte. Dann dürften wir zwar viel Geld für die mobilen Alleskönner bezahlen, die Kontrolle hätten aber notfalls Dritte.
Es wird über jeden alles gesammelt. Damit kann man Hebel finden, dass Menschen das tun, wovon man will, dass sie es tun. Nehmen Sie zum Beispiel Ex-CIA-Chef Petraeus oder den früheren Isaf-Kommandeur Allen: Ein Teil in Obamas Wiederwahlstrategie war es, zu behaupten, mit dem Tod Bin Ladens seien Al-Kaida und der Terror besiegt. Die beiden äußerten Zweifel daran. Prompt wurden E-Mails publik, die außereheliche Affären der beiden belegten oder nahelegten. Die NSA-Datenbanken wurden benutzt, es wurde Schmutz gesucht und gefunden. Und weg waren sie.

What is Marxism?
(Karl Marx + Super Mario Bros.)
via: 8-Bit Philosophy

Die Führer der westlichen Wertegemeinschaft, die unter dem Vorwand “humanitärer Interventionen” in den vergangenen Dekaden ein gutes Dutzend Länder zusammenschießen ließen (zuletzt Libyen), warnen nun Russland vor einer “humanitären Intervention” in der Ukraine. Man könnte über diese Realsatire eigentlich nur lachen, wäre die Lage in der Ukraine aufgrund des rücksichtslosen Vorgehens der prowestlichen ukrainischen Streitkräfte nicht dermaßen verzweifelt. Die humanitäre Krise in der Ukraine ist ja kein Propagandaprodukt des Kreml, sondern bittere Realität.
Eine der seltsamsten Entdeckungen oder besser gesagt Experimente rings um Sound der letzten Zeit, dürfte diese Methode von Abe Davis und anderen am MIT sein, die aus High-Speed Videos selbst dann noch den Sound im Raum extrahieren können, wenn nie ein Mikrofon angeschaltet war.
(via Coloring Book For Grown-Ups)
„Es war schön zu sehen, wie die Pflanzen wachsen“, sagte B. vor Gericht. Sein Ziel sei es gewesen, eine perfekte Plantage zu bauen: nach außen geruchsneutral, sich innen selbst versorgend. Angetrieben vom technischen Ehrgeiz, bastelte er immer bessere Systeme, nahm dafür einmal Autokühler aus sechs Fiat 500 her und schaltete sie hintereinander: So schaffte er es, kalte Luft von außen anzusaugen, aufzuwärmen und die verbrauchte wieder abzuleiten. „Das war super gebaut“, stellte ein Polizist vor Gericht fest. „Andere Leute hätten Probleme gehabt, das zu machen, im technischen Sinne“, sagte B., der mit Eifer dabei war, die vielen Fragen nach der Funktionsweise seiner Anlage zu beantworten.
Dass die Causa Josef S. zum Anlass genommen wird, über den Landfriedensbruch-Paragrafen zu diskutieren, ist zu begrüßen. Die Diskussion sollte aber weit darüber hinausgehen. Denn der Fall Josef S. ist kein Einzelfall. Dass Polizisten Polizisten glauben und deren Zeugenaussagen zu Abschlussberichten verdichten, die sich dann fast wortgleich in der Anklageschrift wiederfinden, geschieht in unschöner Regelmäßigkeit. Dass Untersuchungshaft überschießend verhängt wird, ebenso. Nicht alle Angeklagten haben Zugang zu Wahlverteidigern, nur sehr wenige stehen im Lichte der Öffentlichkeit und der Medien. Erst das große Medienecho macht Josef S. zur Ausnahmeerscheinung. Und zu einem Mosaikstein, der sich in ein Bild öffentlicher Wahrnehmung fügt, die in Politikerreden dann bitter beklagt wird: einem schwindenden Vertrauen in die Justiz.
Cultural forms are evolved to express and consolidate the sentiments and identity of people who come together as a result of specific economic-political conditions and at the same time serve to mobilise yet more people who, in turn, develop more elaborate cultural forms, which mobilise still more people. The various cultural elements in carnival are shown to be linked together in political action; but the event itself is a cultural form sui generis and cannot be reduced or explained away in terms of politics alone. Once developed, it becomes an intervention, not just an expression.
Cohen Abner: Masquerade Politics. S. 7